Ludwig Klages

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Philosoph

    geboren: 10. Dezember 1872 in Hannover gestorben: 29. Juli 1956 in Kilchberg


    Mitbegründer der "Deutschen graphologischen Gesellschaft" (1897) und eines "Seminars für Ausdruckskunde" (1907). Klages beschäftigte sich u. a. mit einem biologischen Zusammenhang von "Handschrift und Charakter" (1917). Er gehörte lange zum Kreis um S. George und stellte in seinen philosophischen Arbeiten die These vom "Geist als Widersacher der Seele" (3 Bände, 1929-33) auf: Die ursprüngliche Einheit von Seele und Leib werde durch den "bloßen Intellekt" gestört, der damit zur "lebenszerstörenden Kraft" entarte. Diese antiintellektualistische Ganzheitslehre kam dem nationalsozialistischen Menschenbild entgegen und machte Klages zu einem vielgelesenen und -zitierten Autor der 30er Jahre.