Luis Trenker

    Aus Lexikon Drittes Reich

    österreichischer Schauspieler und Schriftsteller

    geboren: 4. Oktober 1892 in St. Ulrich im Grödnertal, Südtirol gestorben: 13. April 1990 in Bozen


    Nach Hauptrollen in Bergfilmen ("Der Kampf ums Matterhorn", 1928) führte Trenker selbst in einer Reihe von Natur, Heimat und Deutschtum verherrlichenden Filmen Regie. "Der Rebell" (1932) glorifizierte am Beispiel des Tiroler Bauernaufstands gegen Napoleons Truppen die nationalsozialistische Bewegung und entwarf zudem die Vision eines großdeutschen Reichs. Hitler sah sich den Film mehrfach an und hatte "jedesmal neue Freude" daran ("Film-Kurier", 23. 8. 33). In den 30er Jahren gehörte Trenker zu den meistgeförderten Regisseuren, dessen Berg-, Kriegs- und Historienfilme sich besonders durch "berauschend schöne Bilder" (ähnlich Riefenstahl) auszeichnen. Dennoch ließ sich Trenker nicht widerspruchslos für die Ziele der nationalsozialistischen Politik vereinnahmen und geriet 1940 in so starke Konflikte mit dem Regime, dass er bis Kriegsende kaum noch Arbeitsmöglichkeiten hatte. Nach 1945 knüpfte er wieder an seine Heimatfilmkarriere an.