Maifeiertag

    Aus Lexikon Drittes Reich

    der 1. Mai, internationaler Feiertag der Arbeiterbewegung; schon 1933 durch Goebbels unter nationalsozialistische Regie genommen. Um die Arbeiterschaft zu überrumpeln, aber auch für das Regime zu gewinnen, wurde der 1. Mai als "Tag der nationalen Arbeit" zum gesetzlichen Staatsfeiertag erhoben - parallel zum Erntedanktag - und zu einer der wichtigsten Feiern im nationalsozialistischen Jahreslauf gemacht. Die allmähliche Umdeutung zum "Nationalen Feiertag des deutschen Volkes", wie die offizielle Bezeichnung später lautete, gab dem Tag einen neuen Sinn, der in der Feier der einigen deutschen Volksgemeinschaft liegen sollte. Die großen Kundgebungen der Vorkriegszeit wurden während des Kriegs eingestellt, doch fanden am 1. Mai noch Morgenfeiern und Betriebsappelle statt, bis Speer 1942 als Rüstungsminister auch für deren Einstellung sorgte.