Maksymilian Maria Kolbe

    Aus Lexikon Drittes Reich

    polnischer Franziskanerpater

    geboren: 7. Januar 1894 in Zdunska Wola gestorben: 14. August 1941 in Auschwitz


    (eigentlich Rajmund Kolbe), Gründer der Apostolatsvereinigung "Militia Immaculatae", 1941 von der deutschen Besatzungsmacht verhaftet und ins KZ Auschwitz eingewiesen. Als Repressalie für die Flucht eines Häftlings wurden im Juli 41 zehn Gefangene wahllos zum Hungertod in den Kellern des Blocks II bestimmt, darunter auch der junge Familienvater Gajowniczek. Kolbe bot sich daraufhin freiwillig als Ersatzmann an. Als einziger überstand er einen Monat nahrungslose Dunkelhaft und wurde daher schließlich durch eine Karbolinjektion getötet. 1973 wurde Kolbe selig und am 10. 10. 82 von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen. Die Kirche verzichtete auf die sonst übliche 50-Jahres-Frist und würdigte Kolbe als Symbol für Menschenwürde, Selbstachtung und Solidarität von Menschen unter unmenschlichen Bedingungen.