Martin Gauger

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Widerstandskämpfer

    geboren: 4. September 1905 Wuppertal gestorben: 14. Juli 1941 KZ Buchenwald


    Jurist und Volkswirt; lehnte 1934 den Beamteneid ab und wurde Justitiar der Bekennenden Kirche. Gauger arbeitete mit allen juristischen Mitteln für verfolgte und gefangene Pfarrer, für bedrängte Gemeindemitglieder und für die Rechte der Kirche. Berufungen an ausländische Institute schlug er aus. Seine Schriften, u. a. "Bekenntnis und Kirchenregiment" (1936), wurden von der Gestapo beschlagnahmt. Als er bei Kriegsausbruch Soldateneid und Dienst mit der Waffe verweigerte, blieb ihm schließlich nur die Flucht Anfang Mai 40 nach den Niederlanden. Dort holten ihn Krieg und Gestapo ein. Nach über einem Jahr Haft im Düsseldorfer Polizeigefängnis wurde Gauger im KZ Buchenwald ermordet.