Martin Luserke

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 3. Mai 1880 Berlin gestorben: 1. Juni 1968 Meldorf


    Als Lehrer an freien Schulen hatte sich Luserke früh dem Laienspiel zugewandt und gehörte ab den 20er Jahren zu dessen wichtigsten Theoretikern und Autoren. Für Luserke war Laienspiel die "ursprüngliche" Form von Theater, geprägt durch gemeinschaftliche Arbeit und Erleben. Die romantisierenden, z. T. humorvollen Stücke Luserkes wurden vor 1933 u. a. in Kreisen der Arbeiterjugendbewegung häufig aufgeführt und gehörten dann zum festen Spielgut der Nationalsozialisten. Besondere Popularität erlangte Luserke in den 30er und 40er Jahren durch zahlreiche abenteuerliche Seefahrerromane und -erzählungen (u. a. "Hasko wird Geusenkapitän", 1937), deren "nordische Weltschau" (Lennartz) auch von nationalsozialistischen Kritikern geschätzt wurde und die nach 1945 weiter ein breites Publikum fanden.