Martin Luther

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 16. Dezember 1895 Berlin gestorben: 13. Mai 1945 ebd.


    Spediteur, 1. 3. 33 NSDAP- und SA-Eintritt, 1936 zur Dienststelle Ribbentrop. Luther wechselte mit seinem Dienstherrn ins Auswärtige Amt und übernahm dort am 1. 5. 40 die Deutschlandabteilung. Als fanatischer Nationalsozialist arbeitete er eng mit der SS zusammen und war Vertreter des Außenministeriums auf der Wannseekonferenz. Er erhielt die Aufgabe, befreundete und abhängige Regierungen zur Auslieferung der Juden zu drängen. Eine Intrige gegen Ribbentrop beendete im April 43 seine Karriere und brachte ihm Haft im KZ Sachsenhausen ein. Er erlag kurz nach Einmarsch der Roten Armee einem Herzleiden.