Mary Wigman

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutsche Choreografin, Tänzerin und Tanzpädagogin

    geboren: 13. November 1886 in Hannover gestorben: 18. September 1973 in Berlin


    (eigentlich Marie Wiegmann), Schülerin Labans, 1920/21 Gründung einer eigenen Tanzschule in Dresden (Wigman-Schule). Wigman hatte nach dem Ersten Weltkrieg anhaltende Erfolge. Durch mythisch überzeichnete, düster visionär dargebotene Einzel- und Gruppentänze ("Schicksalslied", 1935; "Totenklage", 1936) und als Begründerin einer "Deutschen Tanzkunst" (meist nur mit Schlagzeug begleitete oder ohne Musik getanzte Szenen) fand Wigman auch im Dritten Reich ein begeistertes Publikum, für das sie in den 40er Jahren auch Opern und Oratorien inszenierte. Nach Kriegsende eröffnete Wigman zunächst in Leipzig, 1949 in West-Berlin wieder ihre Tanzschule, die sie in den Folgejahren zu einem "Zentrum des Modern Dance" ausbaute.