Max Barthel

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Schriftsteller

    geboren: 17. November 1893 Loschwitz (heute zu Dresden) gestorben: 17. Juni 1975 Waldbröl


    Fabrikarbeiter, Mitglied der Sozialistischen Jugendbewegung, Frontsoldat 1914 bis 18; Mitbegründer der Jugend-Internationale; 1920 in der Sowjetunion, Bekanntschaft mit Lenin u. a., 1923 von der KPD zur SPD. Barthel näherte sich nach der Machtergreifung dem Nationalsozialismus, war Berichterstatter auf KdF-Reisen und im Krieg PK-Mann. Hatte er noch 1922 in den Gedichten "Arbeiterseele" seine kommunistischen Ideen verarbeitet, so schilderte er 1934 im Roman "Das unsterbliche Volk" "die (d. h. seine) Wandlung eines deutschen Arbeiters vom Kommunisten zum Gefolgsmann des Führers". Resigniert nannte Barthel nach dem Krieg seine Autobiographie "Kein Bedarf an Weltgeschichte" (1950).