Max Beckmann

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Maler und Grafiker

    geboren: 12. Februar 1884 in Leipzig gestorben: 27. Dezember 1950 in New York


    Beckmanns mit expressionistischen Mitteln gestaltete, übersteigernde Bilder sind nach 1914 durch das Erleben des Weltkriegs geprägt, setzen sich desillusionierend und unheldisch mit Gewalt, Zerstörung, Grausamkeit auseinander. Vom Kampfbund für deutsche Kultur wurde Beckmann seit 1929 als führender Vertreter des "Kunstbolschewismus" angegriffen, seine Werke galten als "zersetzend", wurden nach 1933 nur noch auf Ausstellungen gezeigt, die die moderne gesellschaftskritische Malerei diffamieren sollten: "Novembergeist im Dienste der Zersetzung" (Stuttgart), "Entartete Kunst" (München). Beckmann emigrierte 1937 nach Paris und fand später als Künstler und Hochschullehrer in den USA Anerkennung.