Max Hölz

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher kommunistischer Revolutionär

    geboren: 14. Oktober 1889 Moritz bei Riesa gestorben: 18. September 1933 bei Gorki (UdSSR)


    1918 im Arbeiter- und Soldatenrat von Falkenstein, USPD-, dann KPD-Beitritt. Als Exponent eines anarchistischen Kommunismus wurde Hölz Anfang der 20er Jahre zu einem der volkstümlichsten deutschen Kommunisten: Er erpresste von Industriellen Abgaben, verteilte das Geld an die Armen, ging in die Illegalität und organisierte u. a. Banküberfälle durch "Expropriationsgruppen". Die KPD schloss ihn wegen "disziplinloser Haltung" aus. 1921 übernahm Hölz während des Aufstands im mitteldeutschen Industriegebiet die militärische Führung der "Roten Garden", wurde nach der Niederlage wegen "Hochverrats" vor Gericht gestellt, zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt, 1928 jedoch vorzeitig entlassen. Hölz, der als Anarchist mit ähnlich terroristischen Mitteln arbeitete wie die paramilitärischen Organisationen der Rechten, wurde von den Nationalsozialisten deshalb mit besonderem Hass als "kommunistischer Mordbrenner" verfolgt. 1929 übersiedelte er in die Sowjetunion und arbeitete für die deutsche Sektion der Komintern.