Max Habermann

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Gewerkschaftler

    geboren: 21. März 1885 Altona (heute Hamburg-Altona) gestorben: 30. Oktober 1944 Gifhorn


    Buchhändler; 1907 Beitritt zum Deutschnationalen Handlungsgehilfenverband und 1918-33 in dessen Vorstand sowie Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbunds. Habermann war mit Brüning befreundet und hoffte lange, wenigstens den linken (Strasser-) Flügel der Nationalsozialisten zu konstruktiver Gewerkschaftsarbeit zu gewinnen. Nach der Röhm-Affäre am 30. 6. 34 aber verlor er alle Illusionen und suchte Kontakte zum Widerstand, die er über J. Kaiser fand. Habermann, der von einem kleinen Büro-Geschäft lebte, vertrat mit Kaiser den christlich-nationalen Part im sozialen Konzept der Verschwörer des 20. 7. 44. Nach dem gescheiterten Attentat tauchte er unter, wurde aber von der Gestapo gefasst und nahm sich in der Haft das Leben.