Max Planck

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Physiker

    geboren: 23. April 1858 in Kiel gestorben: 4. Oktober 1947 in Göttingen


    1885-89 Professor in Kiel, danach bis zur Emeritierung 1928 in Berlin. Als Begründer der Quantentheorie und des Planck'schen Strahlungsgesetzes gehörte Planck zu den bedeutendsten Physikern der Jahrhundertwende und erhielt 1918 den Nobelpreis. 1930 wurde er Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, die nach dem Zweiten Weltkrieg seinen Namen tragen sollte. Gewiss kein Anhänger des Nationalsozialismus, blieb Planck aus Alters- und Treuegründen nach der Machtergreifung in Deutschland, setzte sich für jüdische Kollegen ein, sprach trotz Behinderungen (u. a. Anfeindung im "Schwarzen Korps") über Einsteins Leistungen, sabotierte Entlassungsentscheidungen u. a. Seine Hoffnung aber, der nationalsozialistische Terror würde nach einiger Zeit abebben, trog. Planck verlor schließlich im Kampf gegen das Unrechtsregime einen Sohn (E. Planck), sein Heim (ausgebombt) und sein ganzes wissenschaftliches Rüstzeug. Schwer an Arthrose erkrankt, musste er sich 1945 auf die Flucht nach Westen machen.