Max Schmeling

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Boxer

    geboren: 28. September 1905 in Klein-Luckow, Uckermark gestorben: 2. Februar 2005 in Hollenstedt


    1926 deutscher und 1927 Europameister im Halbschwergewicht, 1928 deutscher Meister im Schwergewicht. Schmeling wurde am 12. 6. 30 durch einen Sieg über den Amerikaner Jack Sharkey Weltmeister aller Klassen und über Nacht zum wohl populärsten deutschen Sportler. Daran änderte auch nichts die unglückliche Niederlage im Rückkampf am 21. 6. 32. Mit einem K.o.-Sieg am 19. 6. 36 über den "Braunen Bomber" Joe Louis, der als unschlagbar galt, wurde Schmeling, dessen Manager Joe Jacobs Jude war, wider Willen zum Aushängeschild der nationalsozialistischen These von der Überlegenheit der "nordischen Rasse". Um so tiefer traf die nationalsozialistischen Propagandisten seine K.o.-Niederlage in nur zwei Minuten und vier Sekunden bei der Revanche am 22. 6. 38 in New York; Gerüchte über "jüdische Schiebung" wurden in Umlauf gesetzt. Im Zweiten Weltkrieg musste der prominente Sportler als Held posieren (u. a. auf dem Titel von "Signal" als Fallschirmspringer beim Kreta-Unternehmen), war aber wenig kooperativ. Aus Not setzte Schmeling seine Boxer-Laufbahn nach dem Krieg mit wechselndem Erfolg fort und trat 1948 ab. Ab 1932 mit der Schauspielerin Anny Ondra verheiratet, blieb seine Popularität ungebrochen.