Max Winkler

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Kultur- und Finanzpolitiker

    geboren: 7. September 1875 Karresch/Westpreußen gestorben: 12. Oktober 1961 Düsseldorf


    Abgeordneter der DP im preußischen Landtag, 1919 Reichstreuhänder für die im Versailler Vertrag abgetretenen deutschen Gebiete und Leiter der "Cura-Revisions und Treuhand GmbH", die deutschen Zeitungen in diesen und anderen Gebieten mit deutschen Minderheiten unterstützte. Auf besonderen Wunsch von Goebbels wirkte Winkler federführend mit bei der Gleichschaltung und Konzentration der deutschen Presse, legte dann seinen Arbeitsschwerpunkt auf den Film und erhielt 1937, nun erst in die Partei eingetreten, die neu geschaffene Stelle des "Reichsbeauftragten für die deutsche Filmindustrie". Er steuerte ihre Verstaatlichung, zahlte Privatbesitzer großzügig aus und brachte die Filmindustrie unauffällig unter Kontrolle. 1939 wurde Winkler zusätzlich "Leiter der Haupttreuhandstelle Ost" (HTO), zuständig für die Verwaltung des in den eroberten Ostgebieten beschlagnahmten Industrie- und Grundbesitzes. 1945 wurde Winkler einige Zeit interniert, dann aber erfolgreich entnazifiziert und erneut auf dem Filmsektor tätig: Für die Bundesregierung arbeitete er an der Entflechtung des von ihm aufgebauten Filmeinheitskonzerns.