Maxim Maximowitsch Litwinow

    Aus Lexikon Drittes Reich

    sowjetischer Politiker

    geboren: 1876 gestorben: 1951


    (ursprünglich Max Wallach-Finkelstein), 1898 Beitritt zur Sozialdemokratischen Partei; 1902 Emigration, Rückkehr während der Oktoberrevolution; diplomatische Missionen. Im Juli 30 wurde Litwinow Volkskommissar (= Minister) für auswärtige Angelegenheiten. Er setzte auf Annäherung an die Westmächte und war Initiator des französisch-sowjetischen Pakts von 1935. Stalin ersetzte ihn, beunruhigt durch das Münchener Abkommen, am 3. 5. 39 durch Molotow, ein Verhandlungssignal an Berlin. Nach dem deutschen Angriff (22. 6. 41) war Litwinows Rat wieder erwünscht. Als Botschafter in Washington (bis 1943) sorgte er für umfangreiche amerikanische Militärhilfe. Nach dem Krieg in Ungnade.