Maxime Weygand

    Aus Lexikon Drittes Reich

    französischer Heerführer

    geboren: 21. Januar 1867 in Brüssel gestorben: 28. Januar 1965 in Paris


    im Ersten Weltkrieg Generalstabschef von Marschall Foch, 1920/21 Berater Pilsudskis im polnisch-sowjetischen Krieg, 1923/24 Hochkommissar für Libanon und Syrien sowie Befehlshaber der französischen Levantearmee, danach Mitglied des Obersten Kriegsrats, 1930 Generalstabschef, 1931 Generalinspekteur der Armee, 1935 Ruhestand. Bei Kriegsbeginn zurückgerufen, wurde Weygand am 19. 5. 40 Nachfolger Gamelins als Oberbefehlshaber der alliierten Truppen im Frankreichfeldzug. Doch selbst die hastige Bildung einer Anfangsstellung an der Somme (West-Linie) konnte den deutschen Vormarsch nicht mehr zum Stehen bringen, so dass Weygand am 12.6.40 Waffenstillstandsverhandlungen empfahl. Von Juni-September 40 war er Verteidigungsminister der Regierung Pétain, danach Bevollmächtigter in Französisch Nordafrika, bis er auf deutschen Druck wegen seiner Kontakte mit den Angloamerikanern am 20. 11. 41 zurückbeordert und am 12. 11. 42 verhaftet wurde. Die Amerikaner befreiten Weygand im Mai 45 aus deutscher Gefangenschaft, seine Landsleute stellten ihn wegen Kollaboration vor Gericht. Weygand erhielt jedoch Haftverschonung und wurde am 6. 5. 48 vom Obersten Gerichtshof rehabilitiert.