Meinungsfreiheit

    Aus Lexikon Drittes Reich

    in Artikel 118 der Weimarer Verfassung verankertes Grundrecht, das durch die Reichstagsbrandverordnung außer Kraft gesetzt wurde. Unabhängig davon definierten die Nationalsozialisten Meinungsfreiheit um: Da an die Stelle des angeblich freien Individuums der "Systemzeit" der "gemeinschaftsgebundene Volksgenosse" getreten sei, könne Meinungsfreiheit nur dort gelten, wo sie dem Gemeinwohl nicht schade. Da allein die Partei dieses Gemeinwohl definierte, war Meinungsfreiheit, insbesondere in Form der Pressefreiheit, vollends aufgehoben.