Mittwochsgesellschaft

    Aus Lexikon Drittes Reich

    1863 gegründete "Freie Gesellschaft für wissenschaftliche Unterhaltung", der jeweils 16 führende Berliner Wissenschaftler, Künstler, Militärs, Politiker u. a. angehörten. Die Mittwochsgesellschaft versammelte sich an jedem zweiten Mittwoch, hörte Referate der Mitglieder und diskutierte alle Themen "mit Ausnahme der Tagespolitik". Diese Einschränkung blieb auch nach 1933 erhalten, doch nur vordergründig, da zum Elite-Zirkel der Mittwochsgesellschaft zunehmend Männer des Widerstands gehörten: neben eher unpolitischen Forschern wie Heisenberg oder Sauerbruch aktive Verschwörer wie L. Beck, Popitz oder Hassell. Die wissenschaftlichen Zusammenkünfte eigneten sich besonders gut zur Tarnung. Nach dem gescheiterten Attentat vom Zwanzigsten Juli 44 wurde die Mittwochsgesellschaft zerschlagen, letzte Sitzung war die 1 056. am 26. 7. 44.