Moskauer Außenministerkonferenzen

    Aus Lexikon Drittes Reich

    drei Gesprächsrunden der alliierten Außenminister in der sowjetischen Hauptstadt: Die 1. Moskauer Außenministerkonferenz vom 19. bis 30. 10. 42, an der neben dem britischen (Eden), amerikanischen (Hull) und sowjetischen (Molotow) auch der chinesische Außenminister teilnahm, sollte die Konferenz von Teheran vorbereiten und beschloss die Wiederherstellung Österreichs, die Reinigung Italiens vom Faschismus, die Auslieferung deutscher Kriegsverbrecher an die Länder, in denen sie ihre Taten begangen hatten, die Schaffung der Europäischen Beratenden Kommission und bekräftigte die Forderung nach Bedingungsloser Kapitulation. - Die 2. Konferenz mit Bevin (Großbritannien), Byrnes (USA) und Molotow (UdSSR) tagte vom 16.-26. 12. 45 und beschäftigte sich v. a. mit Fernostfragen, plante eine Friedenskonferenz für die Kriegsgegner Italiens, Bulgariens, Ungarns, Rumäniens und Finnlands in Paris und vereinbarte die Schaffung einer Internationalen Atomenergiekommission. - Eine 3. Moskauer Außenministerkonferenz vom 10. 3.-24. 4. 47 mit Bevin (Großbritannien), Bidault (Frankreich), Marshall (USA) und Molotow (UdSSR) diskutierte kontrovers die deutsche Frage; es wurde keine Einigung erzielt über die Form des von allen gewünschten zukünftigen deutschen Staats, die deutsche Ostgrenze, die Reparationen und über Fragen der deutschen Wirtschaft.