Nacht-und-Nebel-Erlass

    Aus Lexikon Drittes Reich

    am 7. 12. 41 von OKW-Chef Keitel auf Befehl Hitlers herausgegebene Anordnung. Sie verfügte, dass in den besetzten Gebieten Personen, denen "Straftaten gegen das Deutsche Reich" vorgeworfen wurden, bei "Nacht und Nebel" nach Deutschland zu verbringen seien, sofern nicht die Todesstrafe vor Kriegsgerichten sichergestellt war. Die so genannten NN-Häftlinge wurden von Sondergerichten abgeurteilt. Bei Freispruch oder nach Verbüßung ihrer Strafen wurden sie in KZ, v. a. Natzweiler und Groß Rosen, eingeliefert. Aus "Abschreckungsgründen" war ihnen jeder Kontakt mit der Heimat verwehrt. Rund 7 000 Personen wurden nach dem Nacht-und-Nebel-Erlass verschleppt, das Gros aus Frankreich.