Nationalsozialistisches Fliegerkorps

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (NSFK), mit Erlass Hitlers am 17. 4. 37 gegründete "luftsportliche Kampforganisation" mit der von Hitler gestellten Aufgabe, "der deutschen Luftwaffe einen zahlenmäßig starken und fachlich gut vorbereiteten Nachwuchs zu sichern". Mit der Gründung des Nationalsozialistischen Fliegerkorps war die Auflösung des 1933 gegründeten Deutschen Luftsportverbands verknüpft, so dass fortan flugsportliche Betätigung nur noch in nationalsozialistischen Organisationen, NSFK und Flieger-HJ, möglich war. Beide arbeiteten eng zusammen: Das Nationalsozialistische Fliegerkorps sorgte für die vormilitärische Ausbildung im Jungvolk durch Modellbau und -flug, schulte die Mitglieder der Flieger-HJ im Segel- und Motorflug und gab geeigneten 18-Jährigen in eigenen Flugzeugführerschulen eine kostenlose Pilotenausbildung. Zu den nachmilitärischen Aufgaben des NSFK zählte "die Erhaltung der Flugfrische" der aus dem Wehrdienst zurückkommenden Flieger. Der paramilitärische Charakter des Nationalsozialistischen Fliegerkorps kam auch in der Uniformierung, der Anlehnung der Ränge an die der Wehrmacht und in der Unterstellung unter Göring als Luftfahrtminister zum Ausdruck, der zugleich Oberbefehlshaber der Luftwaffe war. Er verordnete dem NSFK "zur Erhaltung der geistigen Kräfte" ein weltanschauliches Schulungsprogramm, das gleichrangig neben dem sportlichen und militärischen stand. Korpsführer des NSFK war General Christiansen.