Orden (Religion)

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Vereinigungen, deren Mitglieder nach gemeinsamen Regeln zusammen leben und gemeinsame Ziele oder Aufgaben haben, insbesondere religiöse Gemeinschaften. Hitlers Bewunderung für die katholische Kirche mit ihrem klaren Führerprinzip galt insbesondere den Orden, deren straffe Organisation und Ausrichtung auf die Gemeinschaftsziele nationalsozialistischen Idealen entsprach. Besonders militärisch gegliederte Orden wie die Jesuiten oder der Deutsche Ritter-Orden des Mittelalters, an dessen Ostexpansion die Lebensraum-Politik anknüpfte, hatten Vorbildrolle bei der Organisation der SS "als ein soldatischer, nationalsozialistischer Orden nordisch bestimmter Männer" (Himmler-Rede 12. 11. 35). Sie sollte Keimzelle eines nationalsozialistischen Ordenstaats werden, der den germanischen Gefolgschaftsgedanken wiederaufnähme und so höchste völkische Kraftentfaltung erzielen könne. Der Weihegedanke und die Idee des Ordens als verschworener Gemeinschaft standen hinter Benennungen wie Ordensburgen u. a.