Ordensburg

    Aus Lexikon Drittes Reich

    (NS-Ordensburgen), drei von der DAF finanzierte Großbauten in Sonthofen/Allgäu, am Crössinsee/Pommern und "Vogelsang" in der Nordeifel. Sie waren Prestigeobjekte von Ley, gedacht für eine dreieinhalbjährige Schulung von "Ordensjunkern" als Funktionärsnachwuchs für NSDAP, DAF, NSV und kommunale Verwaltungen. Tatsächlich fand nur ein zweijähriger Lehrgang statt (1937-39). Die sehr heterogen zusammengesetzte "Burgmannschaft", um 25 Jahre alt, genoss eine vielseitige körperliche Ausbildung und einen gehobenen Lebensstil bei allem üblichen Drill. Die politische Schulung war wenig konkret, aber darauf angelegt, das Elitebewusstsein zu stärken. Im Krieg dienten die Ordensburgen unterschiedlichen Zwecken, insbesondere der Unterbringung von Adolf-Hitler-Schulen. Die Finanzverwaltung der NSDAP übernahm sie erst 1941. 1943 knüpften die Ordensburgen mit der Umschulung von Kriegsversehrten an ihre ursprüngliche Aufgabenstellung an. Ein "Erziehungsweg bei der nationalsozialistischen Führerauslese" (Ley), der bis zur "Hohen Schule" der NSDAP führen sollte, blieb Fiktion. A. Rosenberg wollte die "Hohe Schule" unabhängig von den Ordensburgen aufbauen. Die Ordensburgen sollten der NSDAP das Prestige eines Ordens verschaffen, doch darin war die SS erfolgreicher ( Junkerschulen).