Organisation Consul

    Aus Lexikon Drittes Reich

    nach Auflösung des Freikorps Marinebrigade Ehrhardt nach dem Kapp-Putsch 1920 entstandene rechtsradikale Nachfolgeorganisation. Die Organisation Consul hatte ausgesprochenen Geheimbundcharakter, gab sich eine radikal antirepublikanische Satzung und verlangte von den rund 5 000 Mitgliedern, meist ehemalige Offiziere, unbedingten Gehorsam: "Verräter verfallen der Feme!" Unter dem Decknamen Consul Eichmann leitete Ehrhardt die Organisation Consul von München aus mit seinem Adjutanten Salomon, der mit anderen Organisationsmitgliedern den Mord an Rathenau organisierte. Auch Erzberger war ein Opfer der Organisation Consul, die 1922 durch Republikschutzgesetz aufgelöst wurde, aber im "Bund Wiking" noch bis 1928 weiterbestand. Die politischen Anschläge der Organisation Consul gegen Juden, Sozialdemokraten u. a. konnten mit der Sympathie der nationalen Rechten und Teilen des bürgerlichen Lagers rechnen, die Täter mit einer milden, weil parteiischen Justiz.