Oskar Kokoschka

    Aus Lexikon Drittes Reich

    österreichischer Grafiker, Maler und Schriftsteller

    geboren: 1. März 1886 in Pöchlarn gestorben: 22. Februar 1980 in Villeneuve (Schweiz)


    Kokoschka fand früh zu einer ausdrucksbetonten Farben- und Formensprache, war 1918-24 Professor in Dresden und gewann internationales Ansehen als einer der wichtigsten Vertreter des Expressionismus durch zahlreiche stark farbige, Figuren und Proportionen verzerrende Gemälde, die vom Kampfbund für Deutsche Kultur ab 1930 als "Schmierereien" angegriffen wurden. Kokoschka, dessen symbolistisch-expressionistische Dichtungen beim breiten Publikum auf noch weniger Verständnis trafen, zählte nach 1933 für die Nationalsozialisten zu den typischen Beispielen der entarteten Kunst, seine Bilder wurden beschlagnahmt, er selbst, seit 1931 wieder in Wien lebend, wurde nach dem Anschluss Österreichs ausgebürgert und ging ins Exil, wo er 1947 die britische Staatsbürgerschaft annahm. Kokoschka blieb auch in seinem Spätwerk einer expressionistisch farbigen, spontanen Malweise verpflichtet.