Oskar von Hindenburg

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 31. Januar 1883 Königsberg gestorben: 12. Februar 1960 Bad Harzburg


    im Krieg Adjutant und später persönlicher Mitarbeiter seines Vaters Paul von Hindenburg, während dessen Amtszeit als Reichspräsident. Hindenburg gewann immer mehr Einfluss auf den alternden Präsidenten, so dass Spötter von dem "in der Verfassung nicht vorgesehenen Sohn des Reichspräsidenten" sprachen. Auch am Intrigenspiel im Vorfeld der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler (30. 1. 33) war Hindenburg maßgeblich beteiligt und die Gerüchte wollten nie verstummen, die Nationalsozialisten hätten ihn wegen angeblicher Bereicherung an Geldern der Osthilfe erpresst. Nach dem Tod des Vaters rief Hindenburg am 18. 8. 34 in einer Rundfunkansprache dazu auf, bei der Volksabstimmung über die Zusammenfassung der Ämter des Kanzlers und des Präsidenten in der Hand Hitlers (Führer und Reichskanzler) mit "ja" zu stimmen. Sein Vater selbst habe in Hitler den Nachfolger gesehen.