Ostgebiete

    Aus Lexikon Drittes Reich

    nach 1945 Bezeichnung für die östlich der Oder-Neiße-Linie liegenden Gebiete des Deutschen Reichs in den Grenzen vom 31. 12. 37 (also nicht mit Sudetenland), 114 296 km² mit 9,62 Millionen Einwohnern (1939). Aufgrund des Potsdamer Abkommens vom 2. 8. 45 wurden die Ostgebiete vorläufig, d. h. bis zur endgültigen Festlegung der deutschen Ostgrenze in einem Friedensvertrag, polnischer bzw. sowjetischer Verwaltung unterstellt. Statt der vorgesehenen "humanen" Aussiedlung der deutschen Bevölkerung der Ostgebiete kam es jedoch zur Vertreibung. Gegen das Abkommen verstieß auch die Eingliederung der sowjetisch verwalteten Ostgebiete am 17. 10. 45 und der polnisch verwalteten Ostgebiete am 12. 1. 49 in den jeweiligen Staatsverband.