Oswald Wiersich

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Gewerkschaftler

    geboren: 1. September 1882 Breslau gestorben: 1. März 1945 Berlin-Plötzensee (hingerichtet)


    Maschinenbauer; schon vor 1914 wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten oft gemaßregelt; 1923 Bezirkssekretär des ADGB in Schlesien mit Sitz im Vorstand; Mitglied des Preußischen Staatsrats. Wiersich wurde wegen seiner bekannt anti-nationalsozialistischen Haltung gleich 1933 in Haft genommen und nach der Entlassung unter Polizeiaufsicht gestellt. Er arbeitete dann als Vertreter und konnte Verbindung zu ehemaligen Gewerkschaftskollegen halten. Diese brachten ihn 1935 in Kontakt mit Leuschner, der Wiersich in die Widerstandskreise zog; Bekanntschaft mit Generaloberst Beck. Daher nach dem Attentat vom Zwanzigsten Juli am 22. 8. 44 festgenommen und nach KZ-Haft (Groß-Rosen) zum Tod verurteilt.