Otto-Ernst Remer

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Offizier und Politiker

    geboren: 18. August 1912 in Neubrandenburg gestorben: 1997


    Remer wurde als Kommandeur des Wachbataillons Berlin zu einer Schlüsselfigur für das Scheitern des Staatsstreichs vom Zwanzigsten Juli 44. Von Stadtkommandant Hase zur Verhaftung von Goebbels kommandiert, ließ sich der junge Major vom Minister zu einem Telefonat mit dem Führerhauptquartier überreden, sprach selbst mit Hitler, der ihn sogleich zum Oberst beförderte, und übernahm nun den umgekehrten Auftrag, die Verschwörer festzunehmen. Das gelang ihm relativ leicht, da die Nachricht von Hitlers Überleben die Putschfront rasch abbröckeln ließ. Nach dem Krieg gehörte Remer zu den Mitbegründern der später verbotenen rechtsradikalen Sozialistischen Reichspartei (SRP) und machte bis in die 80er Jahre als rechtsextremistischer Agitator von sich reden. 1985 Verurteilung zu Geldstrafe wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener (Opfer des Zwanzigsten Juli).