Otto Abetz

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Diplomat

    geboren: 26. März 1903 Schwetzingen gestorben: 5. Mai 1958 Langenfeld bei Düsseldorf


    deutscher Diplomat mit paradoxer NS-Karriere: Der gelernte Zeichenlehrer kam aus der deutsch-französischen Jugendbewegung mit Ideen zur Völkerversöhnung 1931 zur NSDAP. Als Frankreich-Experte (seit Januar 35) der Dienststelle Ribbentrop arbeitete er zeitweilig in Paris. Im Juli 39 ausgewiesen, wurde er im August 40 nach der französischen Niederlage deutscher Botschafter bei der Vichy-Regierung und vermittelte u. a. das Treffen Hitler-Petain in Montoire. Abetz (seit 1941 SS-Brigadeführer) wurde 1945 von den Alliierten verhaftet und als Mitschuldiger u. a. an den Judendeportationen 1949 zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. 1954 freigelassen, kam er bei einem Autounfall ums Leben.