Otto Carl Reche

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Anthropologe und Rassenhygieniker

    geboren: 24. Mai 1879 Glatz (Schlesien) gestorben: 23. März 1966 Großhansdorf bei Hamburg


    Nach ethnographischen Forschungen wandte sich Reche (ab 1918 Professor) der Konzeption völkischer Rassentheorien zu: "Die Bedeutung der Rassenpflege für die Zukunft unseres Volkes", 1925. Als Zeitschriftenherausgeber ("Volk und Rasse", ab 1927; "Zeitschrift für Rassenphysiologie", ab 1928; "Studien zur Rassenkunde", ab 1934) sowie durch eigene Forschungen leistete Reche entscheidende Beiträge zur Untermauerung des nationalsozialistischen Rassenwahns. Nach 1945 veröffentlichte er zunächst nur Arbeiten zur Blutgruppenforschung, später auch zur Erbbiologie. Internationales Aufsehen erregte 1959 sein anthropologisches Gutachten im Anastasia-Prozess.