Otto Eggerstedt

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 27. August 1886 Kiel gestorben: 12. Oktober 1933 KZ Papenburg


    bei Kriegsende 1918 als Sozialdemokrat im Kieler Arbeiter- und Soldatenrat, 1921 Reichstagsabgeordneter, 1928 Ruf ins preußische Innenministerium, 1929 Polizeipräsident von Altona-Wandsbek. In Eggerstedts Amtszeit fiel der Altonaer Blutsonntag vom 19. 7. 32, der ihm, obwohl zur Zeit der Straßenkämpfe nicht in der Stadt, den unversöhnlichen Hass der Nationalsozialisten eintrug. Gleich nach der Machtergreifung verhaftet, wurde Eggerstedt nach einem misslungenen Fluchtversuch ins KZ Papenburg verbracht und dort bei Rodungsarbeiten hinterrücks erschossen, nach amtlicher Mitteilung "auf der Flucht".