Otto Geßler

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 6. Februar 1875 Ludwigsburg gestorben: 24. März 1955 Lindenberg (Allgäu)


    Jurastudium, 1910 Bürgermeister von Regensburg, 1914 von Nürnberg. Geßler war 1918 Mitbegründer der DDP in Franken. Nach dem Kapp-Putsch und dem Rücktritt von Noske wurde er im März 20 Reichswehrminister. In 13 Kabinetten behielt er dieses Amt bis 1928 und wirkte 1931-33 als Vorsitzender des Vereins für das Deutschtum im Ausland. Geßler zog sich 1933 als Gegner des Nationalsozialismus aus dem politischen Leben zurück, hielt aber Kontakt zu den Oppositionskreisen und wurde nach dem Attentat vom Zwanzigsten Juli 44 sieben Monate im KZ Ravensbrück festgehalten. 1950-52 war er Präsident des Deutschen Roten Kreuzes.