Parteiprogramm der NSDAP

    Aus Lexikon Drittes Reich

    von A. Drexler und Hitler zusammengestelltes 25-Punkte-Programm, das stark von den wirtschaftstheoretischen Ideen G. Feders ("Brechung der Zinsknechtschaft") beeinflusst war. Es wurde am 24. 2. 20 verabschiedet und forderte u. a. ein den Volkstumsgrenzen entsprechendes Staatsgebiet, Kolonien, Volksheer, starke zentrale Reichsgewalt, Ausschluss der Juden, Gesetzgebung und Kulturpolitik nach rassischen Kriterien, Bodenreform, Zinsbeseitigung, Verstaatlichung von Trusts, Gewinnbeteiligung an Großbetrieben, Kommunalisierung der großen Warenhäuser, Todesstrafe für Wucherer und "Volksverbrecher", Einziehung von Kriegsgewinnen. Nach der Wahl Hitlers zum Parteivorsitzenden am 29. 7. 21 wurde das Parteiprogramm für "unabänderlich" erklärt. Es spielte jedoch in der Politik der NSDAP kaum eine Rolle; ihr eigentliches Parteiprogramm wurde vielmehr Hitlers seit 1920/21 in Wort und Schrift unermüdlich vorgetragene politische Gesamtkonzeption (Weltanschauung).