Paul Freiherr von Eltz-Rübenach

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 9. Februar 1875 Wahn bei Köln gestorben: 25. August 1943 Linz am Rhein


    aus katholischem Elternhaus, Maschinenbau-Studium in Aachen und Berlin, danach Staatseisenbahndienst; mehrjährige Tätigkeit in den USA, 1911-14 technischer Sachverständiger beim deutschen Generalkonsulat in New York. Eltz-Rübenach ging bei Kriegsausbruch 1914 zurück nach Deutschland und arbeitete im Feldeisenbahndienst. Nach Kriegsende Mitarbeiter verschiedener Ministerien, 1924 Präsident der Reichsbahndirektion Karlsruhe, Juni 32 Reichspost- und -verkehrsminister im Kabinett Papen. Eltz-Rübenach wurde in Hitlers Kabinett vom 30. 1. 33 übernommen und kämpfte - zunehmend erfolglos - für einen Ausbau der Reichsbahn gegen die straßenfreundliche nationalsozialistische Politik. 1937 lehnte er wegen der antichristlichen Haltung der NSDAP die Annahme des Goldenen Parteiabzeichens ab und wurde daraufhin seiner Ämter enthoben. Als auch seine Frau das Mutterkreuz zurückwies, war die Familie Eltz-Rübenach lange erheblichen Schikanen ausgesetzt (Gestapo-Überwachung, zeitweilige Pensionsverweigerung u. a.).