Paul Graener

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Komponist

    geboren: 11. Januar 1872 Berlin gestorben: 13. November 1944 Salzburg


    1910-13 Direktor des Salzburger Mozarteums, 1920 bis 24 Kompositionslehrer in Leipzig, 1930-35 Direktor des Sternschen Konservatoriums in Berlin, 15. 7. 35 Vizepräsident der Reichsmusikkammer. Graeners bühnenwirksame Opern erfreuten sich im Dritten Reich großer Beliebtheit, nach offizieller Ansicht wegen ihrer "bewusst deutschen Haltung": u. a. (1931) "Friedemann Bach", die sich durch geschickte Verwendung von Leitmotiven aus dem Bachschen Werk auszeichnet (z. B. Choral "Kein Hälmlein wächst auf Erden"). Graener schrieb auch erfolgreiche Orchestermusik (u. a. "Die Flöte von Sanssouci").