Paul Klee

    Aus Lexikon Drittes Reich

    schweizerischer Grafiker und Maler

    geboren: 18. Dezember 1879 in Münchenbuchsee bei Bern gestorben: 29. Juni 1940 in Muralto bei Locarno


    Nach einem zeichnerischen Frühwerk, u. a. vom Jugendstil beeinflusst, wandte sich Klee nach Kontakten zu Künstlern der expressionistischen Gruppe "Blauer Reiter" ungegenständlich Malweisen zu. Erfolg hatte er besonders durch Bilder mit zeichen- und symbolhaften Elementen, Buchstaben, Zahlen, Augen, Sternen, zum Teil auch mit erkennbaren, ironisch-grotesken Assoziationen, zum Teil völlig abstrakt. Als Lehrer am Bauhaus (1921-31) und Professor an der Düsseldorfer Akademie gehörte Klee zu den wichtigsten zeitgenössischen Kunsttheoretikern, dessen graphische Arbeiten bei den Nationalsozialisten wegen des "kindlich anmutenden Zeichenstils" ("Krikel-Krakel") auf völliges Unverständnis stießen und der Ende der 20er Jahre vom Kampfbund für Deutsche Kultur zu einem Hauptfeind erklärt wurde. 1933 musste Klee den Staatsdienst verlassen und in die Schweiz emigrieren, seine Bilder wurden aus den öffentlichen Museen entfernt, als typische Beispiele auf der Münchner Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt und zum Teil später als "wertloser Bodensatz" verbrannt.