Paul Lejeune-Jung

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 16. März 1882 Köln gestorben: 8. September 1944 Berlin-Plötzensee


    Studium der Volkswirtschaft; 1924 Reichstagsabgeordneter der DNVP, die Lejeune-Jung 1929 wegen des immer schärferen Rechtskurses Hugenbergs verließ; nach der Machtergreifung Rückzug ins Privatleben. 1941 traten Widerstandskreise durch seinen einstigen Parteifreund M. Habermann an Lejeune-Jung heran, um ihn als Wirtschaftsexperten für das politische Konzept der Nach-Hitler-Zeit zu gewinnen. Lejeune-Jung stellte sich zur Verfügung und war als Wirtschafts- und Arbeitsminister nach dem Attentat vom 20. 7. 44 vorgesehen. Nach dessen Scheitern nahm ihn die Gestapo im August 44 fest. Schon am 8. 9. folgten Todesurteil und Hinrichtung.