Paul Mathias Padua

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Maler

    geboren: 15. November 1903 Salzburg gestorben: 22. August 1981 Tegernsee


    Autodidakt, geschult an Lenbach. Padua machte sich mit Prominentenporträts und bäuerlichen Landschaften schon in den 20er Jahren einen Namen (Albrecht-Dürer-Preis 1930). Im Dritten Reich avancierte er zu einem der gefragtesten Künstler als Vertreter eines heroischen Realismus und einer Blut-und-Boden-Malerei. Berühmtheit erlangten insbesondere seine Frauenbildnisse und das Gemälde "Der Führer spricht" (1937), das eine in Andacht versunkene Bauernfamilie unter einem Volksempfänger und einem Hitlerbild zeigt, das den angestammten Platz des Kruzifixes an der Wand einnimmt. Nach dem Krieg wurde Padua wegen seiner "Hofmalerei" im Dritten Reich von den Künstlervereinigungen und den Medien abgelehnt, erhielt aber weiter zahlreiche Aufträge der Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur (u. a. Porträts von Strauss, Flick, Karajan).