Paul Moldenhauer

    Aus Lexikon Drittes Reich

    deutscher Politiker

    geboren: 2. Dezember 1876 Köln gestorben: 1. Februar 47 ebd.


    Studium der Staatswissenschaften, 1903 Dozent an der Handelshochschule in Köln und ab 1907 Ordinarius für Versicherungswissenschaft. Als Mitglied der DVP saß Moldenhauer 1919-21 in der preußischen Landesversammlung und war 1920-30 Mitglied des Reichstags. Im 2. Kabinett Müller wurde er im November 29 Wirtschaftsminister und als Nachfolger Hilferdings am 23. 12. 29 Finanzminister. Er war Teilnehmer der 2. Haager Reparationskonferenz im Januar 30 und der Abrüstungskonferenz 1933. 1930-43 lehrte Moldenhauer an der TH Berlin und war nach 1945 in der Kommission für die Entflechtung des I. G. Farben-Konzerns tätig.