Pfeilkreuzler

    Aus Lexikon Drittes Reich

    ungarische faschistische Partei (auch "Nationalsozialistische Partei" Ungarns), benannt nach ihrem Partei-Emblem. Gegründet wurde die Pfeilkreuzler-Partei im Oktober 37 von Szálasi durch Zusammenschluss von drei kleineren faschistischen Parteien mit der von ihm geführten und 1935 entstandenen "Partei des nationalen Willens" (auch "Hungaristenbewegung"); materiell wurde die Pfeilkreuzler-Partei von Deutschland unterstützt. Als radikal-nationalistische und großungarisch-revisionistische Bewegung sprach die Pfeilkreuzler-Partei mit ihrem sozialrevolutionären und antisemitischen Programm v. a. das so genannte "Lumpenproletariat" und das Kleinbürgertum an, während sie sonst in Ungarn völlig isoliert war. Nach der Verhaftung des Reichsverwesers Horthy am 16. 10. 44 setzte die deutsche Besatzungsmacht Szálasi als Ministerpräsident einer faschistischen Regierung und als "Staatsführer" ein. Als deutsche Marionette wurde er in dem noch nicht von sowjetischen Truppen besetzten Ungarn zum Werkzeug der Judenvernichtung und einer blutigen Unterdrückungspolitik. Szálasi und die anderen Führer der Pfeilkreuzler wurden von den Amerikanern nach ihrer Verhaftung in Österreich der ungarischen Nachkriegsregierung ausgeliefert und 1946 nach Verurteilung durch ein Volksgericht fast alle gehenkt.