Politische Dichtung

    Aus Lexikon Drittes Reich

    im Verständnis nationalsozialistischer Literaturtheoretiker oder -historiker v. a. Werke, die als "politisches Glaubensbekenntnis", als "Anruf der Nation" zu verstehen seien, in der Literaturgeschichte beispielhaft durch Huttens Kampfschriften oder von Fallerslebens Deutschlandlied verkörpert. In diesem Sinne galten insbesondere Eckart, Beumelburg, Dwinger u.a. als Vertreter einer zeitgenössischen Politischen Dichtung, da sie "Künder vom Lebenskampf des Deutschtums" seien. 1939 gab Kindermann eine Anthropologie von Werken der Politischen Dichtung heraus: "Heimkehr ins Reich - Großdeutsche Dichtung aus Ostmark und Sudetenland".