Römische Protokolle

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Bezeichnung für die vertragsartigen Schlusserklärungen zweier Konferenzrunden in Rom: In den 1. Römischen Protokollen vom 17. 3. 34 verkündeten die Regierungschefs von Ungarn (Gömbös), Österreich (Dollfuß) und Italien (Mussolini) zum einen den Abschluss eines Konsultativpakts zur Koordinierung des politischen Vorgehens, zum anderen gegenseitige Handelserleichterungen. Italien wollte mit diesen Römischen Protokollen seinen Einfluss im Donauraum sichern und Österreich in seinem Bemühen um Abwehr der deutschen Anschlusspläne unterstützen. Dem dienten auch die 2. Römischen Protokolle vom 7. 1. 35 (auch Rompakt genannt), in denen Frankreich und Italien eine Konvention anregten zur Sicherung des Status quo in Zentraleuropa, insbesondere Österreich betreffend. Es blieb bei der Absichtserklärung, da der italienische Krieg gegen Abessinien die weitere Zusammenarbeit zerstörte.