Reichskleiderkarte

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Berechtigungsschein zum Einkauf von Textilien, der nach Beginn des Zweiten Weltkriegs an alle nicht in Uniform dienenden Deutschen ausgegeben wurde, um eine halbwegs gleichmäßige und ausreichende Versorgung der Zivilbevölkerung besser planen und sichern zu können. Die für ein Jahr gültige Reichskleiderkarte bestand aus 100 Abschnitten/Punkten, die beim Einkauf von Textilien abgegeben werden mussten: Für einen Rock benötigte man 20, für einen Sommermantel 35 Punkte. Im Kriegsverlauf wurden Zusatzkleiderkarten für Jugendliche sowie besondere Bezugsscheine für Winter- und Berufskleidung ausgegeben. Juden erhielten ab 1940 keine Reichskleiderkarte.