Reichslandbund

    Aus Lexikon Drittes Reich

    1921 gegründeter national-konservativer Interessenverband der deutschen Landwirtschaft. Mit 1928 rund fünf Millionen Mitgliedern war der Reichslandbund, dem es v. a. um Förderung der Schutzzollpolitik, Preis- und Absatzsicherung ging, die größte landwirtschaftliche Organisation. Er schloss sich 1929 der Grünen Front an, beteiligte sich an der Harzburger Front und setzte sich 1932 für die Wahl Hitlers zum Reichspräsidenten ein. Die guten Beziehungen zur NSDAP mündeten in eine Zusammenarbeit mit deren Agrarpolitischen Apparat und führten zur reibungslosen Integration in den Reichsnährstand (8. 12. 33).