Reichsstatthalter

    Aus Lexikon Drittes Reich

    mit dem "2. Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich" vom 7. 4. 33 geschaffene Aufsichtsorgane der Reichsregierung über die Landesregierungen, deren Mitglieder vom Reichsstatthalter entlassen werden konnten. Die Reichsstatthalter wurden nach Verlust der Hoheitsrechte in den Ländern mit dem "Gesetz über den Neuaufbau des Reiches" vom 30. 1. 34 Träger der Reichsgewalt unter der Dienstaufsicht des Reichsinnenministeriums und waren fast ausnahmslos zugleich Gauleiter der NSDAP und damit wiederum Hitler direkt unterstellt, was zu manchen Reibereien mit den Reichsminister führte. Reichsstatthalter in Preußen als dem wichtigsten Land wurde Ministerpräsident Göring. In den ab 1938 eingerichteten Reichsgauen traten Reichsstatthalter an die Spitze der Verwaltung und in Personalunion als Gauleiter der Partei auf.