Reichswehrprozess

    Aus Lexikon Drittes Reich

    Strafverfahren gegen drei junge Offiziere des Ulmer Artillerieregiments 5 wegen Vorbereitung zum Hochverrat vom 23. 9. bis 4. 10. 30 vor dem Leipziger Reichsgericht. Ihnen wurde vorgeworfen, nationalsozialistische Propaganda in der Reichswehr getrieben und damit auf Umsturz hingearbeitet zu haben. Verteidiger Hans Frank ließ Hitler als Entlastungszeugen laden, der vor Gericht den berühmten Legalitätseid ablegte, dass er die Macht ausschließlich mit legalen Mitteln anstrebe. Die Angeklagten wurden dennoch zu je 18 Monaten Festungshaft verurteilt, einer trat verbittert zur KPD über und begründete das telegraphisch an Goebbels: "Hitler Revolution verraten!"