Reichswirtschaftsrat

    Aus Lexikon Drittes Reich

    zentrale Institution zur Regelung von Wirtschaftsfragen. Durch Gesetz vom 5. 4. 33 wurde der alte "Vorläufige Reichswirtschaftsrat" aufgelöst und ein neuer gegründet. Die 60 neuen Mitglieder wurden auf Vorschlag der Reichsregierung vom Reichspräsidenten berufen. Schon durch Gesetz vom 23. 3. 34 wurde er jedoch erneut aufgelöst. Die Vertretung der gewerblichen Wirtschaft und ihr Zusammenwirken mit der DAF wurden durch Gesetz vom 21. 3. 35 neu geregelt, indem ein "Reichsarbeits- und Reichswirtschaftsrat" nach nationalsozialistischen Grundsätzen eingerichtet wurde. Auch er hatte - wie seine Vorläuferorganisation - keinen eigenen Ausführungsapparat. So erlangte er keine nennenswerte Bedeutung. Die praktische Arbeit wurde hauptsächlich in den sieben fachlichen Spitzenverbänden der gewerblichen Wirtschaft (zusammengefasst in der Reichswirtschaftskammer) und in den Fachämtern bzw. im Zentralbüro der DAF geleistet.