Reichtum

    Aus Lexikon Drittes Reich

    die Anhäufung von Vermögen in den Händen weniger; von den Nationalsozialisten nicht grundsätzlich angetastet, obwohl sie in programmatischen Aussagen wiederkehrend "eine möglichst weitgeschichtete Reichtumsbildung in der Volkswirtschaft" oder "eine möglichst große Zahl wirtschaftlich unabhängiger Personen" forderten. Das Entstehen von Reichtum lasteten nationalsozialistische Theorien weitgehend dem bürgerlichen demokratischen Parlamentarismus an, unter dem die Reichen zugunsten ihrer Profitinteressen über das Parlament die Gesetzgebung beeinflussten. Um das Fortbestehen von Reichtum und wirtschaftlichen Interessengegensätzen im Dritten Reich zu verschleiern, stellten die Nationalsozialisten nicht das Geld, "sondern die Arbeit" als Reichtum hin: "Leistungsfähigkeit sowie der Wille zur Leistung sind der wahre Reichtum jedes Volkes" (Meyers Lexikon, 1942).